Sprachreisen ľ Aktuelle News und Fakten

Sprachreisen sind beliebt wie eh und je. Allein im Jahr 2014 waren, laut einer aktuellen Erhebung des Fachverbands Deutscher Sprachreise-Veranstalter (kurz FDSV), rund 160.000 Sprachreisende unterwegs um ihre Kenntnisse aufzufrischen oder eine ganz neue Sprache zu erlernen. Die knappe Mehrheit von 51 Prozent sind dabei Erwachsende, 49 Prozent noch Schüler. Dabei ist Englisch ganz weit vorn. 90,64 Prozent aller Schüler entscheiden sich für Englisch als Lernziel der Sprachreise, bei den Erwachsenen sind es immerhin noch 70,48 Prozent. Kein Wunder also, dass englischsprachige Länder ganz oben auf der Wunschliste der Reisenden stehen.
Welche Reiseziele dabei konkret die Nase vorn haben zeigt die folgende Tabelle:

Verteilung von Sprachreisen unter Erwachsenen und Schülern im Jahr 2014 nach Zielländern (in %):

Land Erwachsene Schüler
Großbritannien 25,85 67,78
Malta 17,59 13,34
USA 17,59 2,31
Spanien 8,89 1,83
Frankreich 7,46 3,58
Lateinamerika 5,02 0,01
Irland 4,34 1,19
Italien 3,99 0,19
Kanada 3,66 0,53
Australien 3,52 0,08
Andere 2,67 0,14
Südafrika 2,21 0,05
Neuseeland 1,77 0,01
Russland 0,87 0,04
China 0,59 0,00
Deutschsprachige Länder* 0,00 8,90

Französisch und Spanisch reihen sich hinter Englisch ein

Frankreich landet in der Statistik gleich hinter Spanien auf einem guten mittleren Rang und das deckt sich mit den Erhebungen zu den Fremdsprachen, die gleich hinter Englisch ausgewählt werden. Demnach entscheiden sich für Spanisch immerhin noch 13,5 Prozent der Erwachsenen, für Französisch 7,55 Prozent. Bei den Schülern hingegen ist Französisch mit 3,77 Prozent gegenüber Spanisch mit nur 1,87 Prozent beliebter. Mit 3,49 Prozent sind aber auch durchaus viele Schüler interessiert daran, andere Sprachen wie Japanisch, Niederländisch oder ähnliches zu lernen. Italienisch macht lediglich einen kleinen Teil von 0,19 Prozent aus, noch geringer wird der Anteil derer, die Russisch lernen möchten. Hier ist der Wert von 0,04 Prozent kaum relevant für die Statistik, Chinesisch bleibt bei 0 Prozent, ist also auch nicht mehr nennenswert bei den Erhebungen.

Chinesisch bleibt abgeschlagen
Bei den erwachsenen Sprachreisenden möchten immerhin 4,38 Prozent Italienisch lernen, 2,64 Prozent sind interessiert an anderen Sprachen, 0,87 Prozent entscheiden sich für Russisch und immerhin noch 0,58 Prozent für Chinesisch. In den kleinen Prozentbereichen gibt es also durchaus Unterschiede zwischen Erwachsenen und Schülern hinsichtlich der Sprachlernziele zu beobachten, allerdings geht die Tendenz in die selbe Richtung. Englisch ist und bleibt beliebt und das liegt wohl in erster Linie daran, dass es eine Weltsprache ist mit der man sich fast überall verständigen kann. Die romanischen Sprachen wie Französisch und Spanisch der Nachbarländer sind ebenfalls nach wie vor beliebt, vielleicht auch deshalb, weil die Grundlagen mitunter schon in der Schule vermittelt werden. Klar abgeschlagen dahinter folgen Russisch, Chinesisch und viele weitere Sprachen, wenngleich China sicherlich die größte Bevölkerungsdichte aufweist ist das für deutsche Sprachreisende längst kein Grund, die Kenntnisse dahingehend ausbauen zu wollen.

Zeit nehmen für eine neue Sprache
Eine neue Sprache, die lernt sich dabei natürlich nicht in wenigen Tagen. Deshalb dauert eine durchschnittliche Sprachreise zwischen zwei und vier Wochen, je nach Reiseziel. So verbringen Sprachreisende die längsten Aufenthalte in weit entfernten Gebieten wie Neuseeland oder Australien, am wenigsten Zeit wollen sie in Russland verbringen, wie die folgende Tabelle zeigt:

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei Sprachreisen im Jahr 2014 nach Zielländern (in Wochen)

Land 2014
Neuseeland 5,19
Australien 4,34
Kanada 3,94
USA 3,70
Südafrika 3,00
China 2,78
Andere Länder 2,67
Irland 2,59
Spanien 2,45
Lateinamerika 2,42
Frankreich 2,38
Gesamt 2,10
Italien 2,09
Malta 1,91
Großbritannien 1,89
Russland 1,61

Fakt ist, auch für das Jahr 2015 machen sich wieder viele Sprachreisende auf, neue Länder und Kulturen zu entdecken und ganz nebenbei in Sprachinstituten noch einmal die Schulbank zu drücken, um erste Kenntnisse einer neuen Sprache zu sammeln oder bereits bestehendes Wissen zu vertiefen. Vorbei scheinen die Zeiten des lässigen Pauschalurlaubs, viele Urlauber wollen heute etwas lernen, etwas erleben und sich weiterbilden. Das freut natürlich die Veranstalter von Sprachreisen.

Quellen:
- Pressesprecher der Sprachreisen-Unternehmen
- Statista Premium Account

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